Polenta-Zitronenkuchen

75 g Polenta, 125 ml Wasser und 2 Eßl. Butter 

in einen Topf geben, kurz aufkochen und ca. 10 Minuten quellen lassen. Inzwischen

3 Eigelb, 1 Ei, Saft und Schale von 3 Zitronen (Saft sollte ungefähr 150 ml), mit 150 g Zucker und zwei Eßl. Rapsöl und 250 ml Hafersahne oder Milch

verrühren.

3 Eiweiß, eine Prise Salz, 250 g Mehl und 1 Pkg. Backpulver

steif schlagen. Eine Springform 26 cm ausfetten und mit Polenta bestreuen. Die gekochte Polenta zu der Ei-Zitronen-Sahne-Masse geben und gute verrühren. Mehl und Backpulver hinzugeben und ebenfalls gut verrühren. Das Eiweiß unterheben und alles in die Springform geben und 45 Minuten bei 180° backen

250 g Puderzucker mit 2 Eßl. Zitronensaft 

zu einer zähen Paste verrühren und den ausgekühlten Kuchen damit bestreichen. 

Wirsing in Mascarpone Sauce

Das Grundrezept stammt aus der Schrot & Korn 10/2018. Ich habe es allerdings für unsere Verhältnisse angepasst. Also hier meine Version:

Zutaten: 

500 g Wirsing in kleinschneiden oder in Flecken rupfen. 

3/4 Liter Gemüsebrühe mit 125 g Mascarpone 1/2 Teel. Pfeffer und 1/2 Teel. Kreuzkümmel erhitzen, bis der Mascarpone sich auflöst. Dann 2 Zwiebeln und den Wirsing in den Schmortopf geben und die Hitze erhöhen. 50 g Cranberries getr. zugeben. Den Kohl ca. 8 Minuten kochen. Inzwischen 100 g Bergkäse feinreiben, 2 Eier verschlagen und mit dem Bergkäse mischen und zu dem Kohl geben, nur noch kurz unterziehen. 

Kokosreis

500 g Reis, Wasser

2 rote Paprika, 1 Zwiebel, 1 große Möhre, 1 Glas Mais, 1/2 Ananas, Olivenöl, 1 walnussgroßes Stück Ingwer, 1 Chillischote, 1 Knoblauchzehe, 1 Ds. Kokosmilch, 1 Lorbeerblatt, 1 Teel. grüne Currypaste, 1 Eßl. Tomatenmark, weißer Pfeffer, Koriandersaat, Cumin, Paprika edelsüß, Madras Curry, Gemüsebrühe

Den Reis mit genügend Wasser* auf kleinster Flamme und mit geschlossenem Deckel gar kochen. 

Das Gemüse kleinschneiden, Ingwer, Chilli und Knoblauch sehr fein hacken. Das Olivenöl mit dem Lorbeerblatt in einer Wokpfanne erhitzen, das Gemüse scharf anbraten. Tomatenmark zugeben und mit anschmoren. Mit den Currys, Paprika, Pfeffer, Cumin und Koriandersaat würzen und die Kokosmilch zugeben. Alles gut durchkochen lassen. Inzwischen den Mais abtropfen lassen und die Ananas in Stücke schneiden. Die Hitze reduzieren und beiden zu dem Gemüse geben. Zum Schluss den Reis unterheben. Mit Mangochutney servieren. 

*Ich koche den Reis folgendermaßen. Reis in den Topf, Wasser zu, so dass es ungefähr zwei Finger breit über dem Reis steht, Deckel drauf, Topf auf kleinste Flamme stellen und 20 – 25 simmern lassen.

Fleischfresserin, Vegetarierin oder Veganerin?

Welche Schublade soll es sein? Für mich ehrlich gesagt, keine mehr. Ich habe versucht vegan zu leben und bin gescheitert, ich habe versucht vegetarisch zu leben und bin gescheitert. Jedesmal lag es am Dogma, welches ich mir selber auferlegte. Gut nicht nur, es lag auch daran, dass ich mich nicht mit den veganen/vegetarischen Ersatzprodukten anfreunden konnte und mit der aufwendigen Verpackung, die diese oft mit sich bringen. Denn normalerweise kaufe ich in einer Einkaufskooperative, in der es vieles unverpackt gibt und auch Käse lose, also nicht vorgeschnitten und eingeschweißt, verkauft wird. Ein weiterer Punkt ist, dass ich jedesmal, wenn ich komplett auf Fleisch verzichtet habe, nach einiger Zeit einen gewissen Mangel spürte. Ich bekam einen derartigen Heißhunger auf Fleisch, dass ich bereit war, den nächsten Würstchenstand zu überfallen. 

Allerdings bin ich überzeugt, dass eine vegane, zumindest eine vegetarische, Lebensweise das Richtige wäre. Also nähere ich mich dem einmal mehr an. Allerdings gibt es diesmal keinen totalen Bruch mit alten Gewohnheiten, denn dauerndes Verzichten schafft Frust und das führt in der Regel zu Frustessen in Form von tierischen Produkten. Daher sind Ausnahmen okay. Essen hat auch viel mit Herkunft zu tun. Ich bin auf dem Land großgeworden, bei uns war Fleischessen normal. Auch als Kind war mir bewusst, dass das Huhn auf meinem Teller, das war mit dem ich vor einigen Tagen noch munter auf dem Hof gespielt hatte. Auch möchte ich, wenn ich einmal im Jahr einen Käsekuchen backe, diesen mit richtigen Quark bereiten, damit er wie der von meiner Oma schmeckt. 

Viktor und ich haben uns viel darüber unterhalten, warum unsere früheren Versuche immer gescheitert sind. Viel hat es mit den Schubladen zu tun, die wir uns selber schafften. Dieses päpstlicher sein Wollen als der Papst. Damit man ja nicht sagen  muss, falls jemand fragt: Ja, ich bin Veganerin, aber manchmal esse ich auch Fisch und Eiscreme mit Sahne. Immer mit der unterschwelligen Angst, nun ein Strafgeld zahlen zu müssen. Des weiteren, war es halt oft auf Einladungen kompliziert. 

Diesmal wird es keine „Wie-Käse-Produkte“ geben. Erst einmal schmecken die nur für jemanden „Wie Käse“, der seit Ewigkeiten keinen richtig guten Käse gegessen hat. Also wird selbst gekocht. Viktor will nicht auf Käse und Butter verzichten, während ich im Augenblick sehr glücklich mit Brotaufstrichen und frischen Obst und Tomaten auf Brot bin. Den Cheesana Jalapeno Aufstrich beäugt er allerdings schon sehr genau. Wahrscheinlich habe ich den bald nicht mehr für mich alleine.

Ein grundlegender Fehler bei früheren Versuchen war sicher, dass wir immer sofort umgeschaltet haben. Das hat nicht geklappt. Nun wird also nach und nach ausgetauscht … und wenn immer noch ein alter Liebling bleibt, dann ist es eben so. Ich will mich nicht passend für irgendeine Schublade machen, ich will mich bewusst ernähren, will Umwelt und Tierwohl dabei im Auge behalten und ich will experimentieren. Denn industriell vorgefertigte Nahrung will ich so wenig wie möglich. 

Schoko-Birnen-Kuchen mit Makronenkruste

50 g dunkle Schokolade mit 75 g Butter im Wasserbad schmelzen lassen. 1 Ei und 3 Eigelb nach und nach unter die Butter-Schoko-Masse rühren, 100 ml. Milch und 125 g Zucker unterrühren.

200 g Mehl mit einem halben Tütchen Backpulver und 50 g Speisestärke mischen und nach und nach in die flüssige Masse rühren. Dann den Teig in eine gebutterte Springform geben und 4 Birnen in Würfel geschnitten drauf verteilen. 

3 Eiweiß mit etwas Salz sehr steif schlagen. 100 g Zucker, 175 g gemahlene Mandeln und 3 – 4 Tropfen Bittermandelöl beigeben und unterheben. Die Makronenmasse auf den Birnen verstreichen und alles bei 160° (Umluft) für 50 Minuten in den Ofen. 

Kässpätzle

Man Mann ist so einer mit Migrationshintergrund. Er kommt von der Schwäbischen Alb. Viele Gerichte, die bei uns auf dem Tisch kommen haben dort ihren Ursprung. Einige wurden ein wenig modifiziert, wie diese Kässpätzle-Version. Wir machen sie nicht im Backofen, weil sie dort immer leicht trocken werden, sondern in einer Pfanne.

Zutaten:

500 g Mehl, 1/4 l Wasser, 2 – 3 Eier, 1 Eßl. Salz, 250 g Emmentaler oder Gruyer (Gouda geht auch, Gruyer schmeckt besser) gerieben, 50 g Butter, 4 Zwiebeln.

Mehl mit Wasser, Salz und den Eier zu einem zähflüssigen Teig verrühren. Einen großen Topf mit Salzwasser aufsetzen und zum Kochen bringen.

  1. Variante: Ein Holzbrett kurz mit dem Rand ins Wasser tauchen und mit dem Spätzleschaber den Teig aufs Brett streichen und in das kochende Wasser schaben. Wenn die Spätzle oben schwimmen, mit der Schaumkelle herausnehmen.
  2. Variante: Den Teig durch eine Spätzle/Kartoffelpresse ins Wasser drücken
  3. Variante: Den Teig mit dem entsprechenden Vorsatz durch die Nudelmaschine drehen. Achtung: Während der Teig bei den ersten beiden Varianten zähflüssig sein muß, muß er hier fester werden.

Nun in einer kleinen Pfanne Butter erhitzen und die Zwiebeln anrösten. In einer größeren Pfanne ebenfalls Butter erhitzen und die Spätzle hineingeben. Nach und nach den geriebenen Käse beigeben. Kurz vor dem Servieren, die Röstzwiebel auf die Kässpätzle geben. 

Hefekranz

Das Rezept stammt aus °Bauer’s neues Kochbuch“ von 1930.

Zutaten:

500 g Mehl 405 oder 550, 240 ml. Milch, 2 Eier, 80 g Butter, 15 g Hefe, 50 g Zucker, 1 Teel. Salz, Zitronensaft und -schale nach Geschmack

Das Mehl in eine Schüssel sieben und eine Mulde in die Mitte drücken. Die Hefe in die Mulde bröseln, mit etwas Zucker und etwas lauwarmer Milch glattrühren und diesen Vortag mit Mehl bedecken. Zirka 1/2 Stunde gehen lassen. Milch erwärmen und die Butter in den Topf geben (sie soll nicht völlig zerfließen, sondern nur sehr weich werden). Eier, Zucker, Zitronensagt, Salz zu dem Mehl geben und alles mit der Butter – Milch Mischung verrühren. Ich knete den Teig mit den Händen und stäube immer noch mal Mehl drüber, bis ein elastischer nicht zu festern Teig entsteht. Der wird zur Kugel geformt und geht noch einmal abgedeckt an einem warmen Ort für ca. 1 – 2 Stunden. Dann den Teig noch einmal durchkneten und zum Zopf formen, oder wie ich es mache, in eine gefettete und ausgemehlte Guglhupfform geben. Den Backofen auf 50° vorheizen, die Form reinstellen und den Teig sich noch einmal 10 Minuten entspannen lassen. Dann auf 180° stellen und 45 Min abbacken lassen. 

Apfelpfannkuchen aus dem Backofen

Zutaten:

4 Eier, 2 Eßl. Rapsöl, 1 Zitrone (Saft und Schale), 3 Eßl. Zucker, Vanillearoma, 300 ml. Milch, 150 g Mehl, 2 Eßl. Speisestärke.

Butter für die Tarteform, Zucker und Zimt und 3 Äpfel

Die Eier verquirlen, Saft und Schale von der Zitrone, sowie den Zucker und das Vanillearoma beigeben. Erneut alles gut durchrühren. Rapsöl und Milche zugeben und wieder Rühren. Zum Schluss Mehl und Speisestärke unterheben. 

Den Teig mindestens 1/2 Stunde stehen lassen, besser noch länger. Dann eine Tarteform mit Butter ausfetten und mit Zucker und Zimt ausstreuen, die Äpfel kleinschneiden (Würfel, Stücke, wie auch immer) und in die Form geben. Den Teig drüberschütten und in den vorgeheizten Backofen geben. Bei 180° ca. 20 – 25 abbacken. Mit Puderzucker bestreuen und servieren. 

Hundefutter mit Süßkartoffel

Seit unsere Suka Probleme mit Leber und Niere hat, koche ich ihr Futter selber. Das hatte ich eh immer vor, schon wegen der Müllmengen, die bei konventionellen Futter anfallen. Ich möchte darauf hinweisen, dass ich mir das Rezept selbst zusammengebastelt habe und mich weniger von irgendwelchen wissenschaftlichen Erkenntnissen habe leiten lassen, sondern einfach meinem Gefühl gefolgt bin. Die Zutaten sind alle bio. Wie überhaupt alles was bei uns auf dem Tisch, respektive ins Napf, kommt.

Zutaten:

1 kg Rinderhack, 1 kg Süßkartoffeln, 6 Möhren, 1 Ds. Tomaten, 1 Bd. Petersillie, 1 l. Wasser und je 1 Handvoll Bulgur und Vollkornreis

Das Rinderhack mit den Tomaten und dem Wasser in einen Topf geben. Das Gemüse in Würfelschneiden. Hack, Tomaten und Wasser zum Kochen bringen und nach und nach das Gemüse zugeben. Alles bei mittlerer Hitze kochen lassen, Petersillie hacken, nach ca. 15 Minuten Bulgur und Reis zugeben. Weitere 15 min kochen lassen und die Petersillie beigeben. Alles noch 5 min kochen lassen, dann einen Deckel drauf, Herd aus und alles langsam abkühlen lassen. Wenns kühl ist, in Gläser füllen und in den Tiefkühler. Reicht für 4 – 5 Tage.

Vor dem füttern kriegt Suka noch, von wegen der Leber, 5 Tropfen Mariendistelurtinktur, 3 Tropfen Vitamin B12 und 1 Teel. Schwarzkümmelöl ins Futter gerührt. 

Käsekuchen a la Karin

Zutaten für den Boden:

Ich mache den Boden aus Streuselteig. Er soll bröselig sein und wird in die Form gedrückt. Für eine 26 cm Springform.

150 g Mehl 550, 75 g Zucker, 75 g Butter, 1 Ei

zu einem bröseligen Teig verarbeiten und in die Form drücken. Den Boden mit der Gabel mehrfach einstechen. 

Zutaten für die Käsemasse:

500 g Speisequark 40 %, 125 ml Sahne, 5 Eier, 125 g. Zucker, 3 Zitronen (Saft und Schale, Mark einer halben Vanilleschote, 90 g Mehl, 3 Eßl. Speisestärke, 1/2 Teel. Backpulver

Quark, Sahne, Zucker 4 Eigelb und 1 ganzes Ei, verrühren. Zitronenschale und Saft, sowie Vanilleschote zugeben. Gut durchrühren. Eiweiß steif schlagen. Mehl, Speisestärke und Backpulver vermischen und in die Quarkasse geben. Gut vermischen und das Eiweiß unterheben und die Masse in die Form füllen.

In den Ofen für 20 Minuten bei 180°, dann die Hitze auf 140° reduzieren und weitere 50 Minuten backen. Nicht gleich aus dem Ofen nehmen, sondern erst einmal bei offener Backofentür auskühlen lassen.