Wirsing in Mascarpone Sauce

Das Grundrezept stammt aus der Schrot & Korn 10/2018. Ich habe es allerdings für unsere Verhältnisse angepasst. Also hier meine Version:

Zutaten: 

500 g Wirsing in kleinschneiden oder in Flecken rupfen. 

3/4 Liter Gemüsebrühe mit 125 g Mascarpone 1/2 Teel. Pfeffer und 1/2 Teel. Kreuzkümmel erhitzen, bis der Mascarpone sich auflöst. Dann 2 Zwiebeln und den Wirsing in den Schmortopf geben und die Hitze erhöhen. 50 g Cranberries getr. zugeben. Den Kohl ca. 8 Minuten kochen. Inzwischen 100 g Bergkäse feinreiben, 2 Eier verschlagen und mit dem Bergkäse mischen und zu dem Kohl geben, nur noch kurz unterziehen. 

Kokosreis

500 g Reis, Wasser

2 rote Paprika, 1 Zwiebel, 1 große Möhre, 1 Glas Mais, 1/2 Ananas, Olivenöl, 1 walnussgroßes Stück Ingwer, 1 Chillischote, 1 Knoblauchzehe, 1 Ds. Kokosmilch, 1 Lorbeerblatt, 1 Teel. grüne Currypaste, 1 Eßl. Tomatenmark, weißer Pfeffer, Koriandersaat, Cumin, Paprika edelsüß, Madras Curry, Gemüsebrühe

Den Reis mit genügend Wasser* auf kleinster Flamme und mit geschlossenem Deckel gar kochen. 

Das Gemüse kleinschneiden, Ingwer, Chilli und Knoblauch sehr fein hacken. Das Olivenöl mit dem Lorbeerblatt in einer Wokpfanne erhitzen, das Gemüse scharf anbraten. Tomatenmark zugeben und mit anschmoren. Mit den Currys, Paprika, Pfeffer, Cumin und Koriandersaat würzen und die Kokosmilch zugeben. Alles gut durchkochen lassen. Inzwischen den Mais abtropfen lassen und die Ananas in Stücke schneiden. Die Hitze reduzieren und beiden zu dem Gemüse geben. Zum Schluss den Reis unterheben. Mit Mangochutney servieren. 

*Ich koche den Reis folgendermaßen. Reis in den Topf, Wasser zu, so dass es ungefähr zwei Finger breit über dem Reis steht, Deckel drauf, Topf auf kleinste Flamme stellen und 20 – 25 simmern lassen.

Fleischfresserin, Vegetarierin oder Veganerin?

Welche Schublade soll es sein? Für mich ehrlich gesagt, keine mehr. Ich habe versucht vegan zu leben und bin gescheitert, ich habe versucht vegetarisch zu leben und bin gescheitert. Jedesmal lag es am Dogma, welches ich mir selber auferlegte. Gut nicht nur, es lag auch daran, dass ich mich nicht mit den veganen/vegetarischen Ersatzprodukten anfreunden konnte und mit der aufwendigen Verpackung, die diese oft mit sich bringen. Denn normalerweise kaufe ich in einer Einkaufskooperative, in der es vieles unverpackt gibt und auch Käse lose, also nicht vorgeschnitten und eingeschweißt, verkauft wird. Ein weiterer Punkt ist, dass ich jedesmal, wenn ich komplett auf Fleisch verzichtet habe, nach einiger Zeit einen gewissen Mangel spürte. Ich bekam einen derartigen Heißhunger auf Fleisch, dass ich bereit war, den nächsten Würstchenstand zu überfallen. 

Allerdings bin ich überzeugt, dass eine vegane, zumindest eine vegetarische, Lebensweise das Richtige wäre. Also nähere ich mich dem einmal mehr an. Allerdings gibt es diesmal keinen totalen Bruch mit alten Gewohnheiten, denn dauerndes Verzichten schafft Frust und das führt in der Regel zu Frustessen in Form von tierischen Produkten. Daher sind Ausnahmen okay. Essen hat auch viel mit Herkunft zu tun. Ich bin auf dem Land großgeworden, bei uns war Fleischessen normal. Auch als Kind war mir bewusst, dass das Huhn auf meinem Teller, das war mit dem ich vor einigen Tagen noch munter auf dem Hof gespielt hatte. Auch möchte ich, wenn ich einmal im Jahr einen Käsekuchen backe, diesen mit richtigen Quark bereiten, damit er wie der von meiner Oma schmeckt. 

Viktor und ich haben uns viel darüber unterhalten, warum unsere früheren Versuche immer gescheitert sind. Viel hat es mit den Schubladen zu tun, die wir uns selber schafften. Dieses päpstlicher sein Wollen als der Papst. Damit man ja nicht sagen  muss, falls jemand fragt: Ja, ich bin Veganerin, aber manchmal esse ich auch Fisch und Eiscreme mit Sahne. Immer mit der unterschwelligen Angst, nun ein Strafgeld zahlen zu müssen. Des weiteren, war es halt oft auf Einladungen kompliziert. 

Diesmal wird es keine „Wie-Käse-Produkte“ geben. Erst einmal schmecken die nur für jemanden „Wie Käse“, der seit Ewigkeiten keinen richtig guten Käse gegessen hat. Also wird selbst gekocht. Viktor will nicht auf Käse und Butter verzichten, während ich im Augenblick sehr glücklich mit Brotaufstrichen und frischen Obst und Tomaten auf Brot bin. Den Cheesana Jalapeno Aufstrich beäugt er allerdings schon sehr genau. Wahrscheinlich habe ich den bald nicht mehr für mich alleine.

Ein grundlegender Fehler bei früheren Versuchen war sicher, dass wir immer sofort umgeschaltet haben. Das hat nicht geklappt. Nun wird also nach und nach ausgetauscht … und wenn immer noch ein alter Liebling bleibt, dann ist es eben so. Ich will mich nicht passend für irgendeine Schublade machen, ich will mich bewusst ernähren, will Umwelt und Tierwohl dabei im Auge behalten und ich will experimentieren. Denn industriell vorgefertigte Nahrung will ich so wenig wie möglich. 

Boeuf Bourgionne vegetarisch

Zutaten

100 g vegetarisches „Rinderfilet“, 1/2 l. Gemüsebrühe, 1/4 l. Rotwein, Lorbeerblatt, 5 Wacholderbeeren

Die Gemüsebrühe mit Lorbeerblatt und Wacholder aufkochen und das Sojafleisch reingeben. 1/4 l. Rotwein zugeben und bei reduzierter Hitze ziehen lassen. Dann ausstellen und alles mehrere Stunden (vorzugsweise über Nacht) ziehen lassen. Dann über einem Sieb abtropfen lassen, Brühe auffangen.

12 Schalotten, 1 Pkg. Vom Rauch, Öl

Schalotten vierteln und Vom Rauch in Würfel schneiden. Öl in einem Schmortopf erhitzen und beides darin scharf anbraten. Das „Rinderfilet“ gut ausdrücken und in Streifen Schneiden und zu den Schalotten geben. Weiter auf hoher Hitze schmoren.

300 g Champginons

in Scheiben geschnitten zugeben.

1 Teel. Zucker

mitschmoren lassen und nach und nach die Rot-Weinbrühe zugeben und immer wieder einreduzieren lassen. Mit Thymian, weißen Pfeffer und Suppengemüse* würzen. Zum Schluss die Sauce mit etwas Sahne abziehen. Dazu Spätzle

*Suppengemüse: Möhren, Sellerie, Petersillie, Zwiebeln, Porree werden durch den Fleischwolf gedreht und mit Salz vermischt in Gläser gefüllt. Wir machen das Zoigs auf Vorrat und nutzen es statt gek. Brühe und zum Würzen. Ersatzweise geht natürlich gekörnte Brühe.